Sonnenbrille
Ich weiß nicht, wie es in anderen Landesteilen aussieht, aber hier regnets. Fast ununterbrochen, seit drei Tagen.
Ich weiß nicht, wie es in anderen Köpfen aussah, aber hier in meinem bin ich davon ausgegangen, das bleibt jetzt so, das mit dem schönen Wetter. Nun ja. Aus Protest behalte ich einfach meine Sonnenbrille auf. Also, wenn hier heute mehr Rechtschreibfehler drin sind als sonst vielleicht, dann liegt das daran, das ich weniger sehe ...
Aber überhaupt mal eigentlich, Sonnenbrillen sind ja seit Jahrzehnten, wenn nicht schon seit ihrem Aufkommen der Inbegriff der Coolness. Echt erstaunlich, was eine Sonnenbrille so mit einem macht. Auf geheimnisvolle Art und Weise scheint sie das Selbstbewusstsein aufzupolieren, Leute sind plötzlich gelöster, lässiger. Aber ist ja auch irgendwie klar: Man ist weniger angreifbar, ist seinem Gegenüber im Vorteil, weil eben einer der wichtigsten Körperbereiche (was die Kommunikation angeht) — das Gesicht, die Augen — nicht mehr wirklich verraten, wie man denkt, fühlt, was man wie meint. Und: Man kann beobachten, ohne selbst beobachtet zu werden. Vom Prinzip her das perfekte Hilfsmittel für schüchterne Menschen, z. B. beim Flirten. Allerdings: All das, was einen selbst sicher macht, macht andere unsicher. Laut so manchem gängigen Höflichkeitskodex ist es deshalb nicht angebracht, die Sonnebrille im Gespräch aufzulassen. Und gerade beim Flirten gehts doch vor allem darum, dass sich das begehrte Gegenüber wohlfühlt mit einem selber.
Hm. Ich fürchte also, eine Lösung ist die Sonnenbrille deswegen für schüchterne Menschen nicht. Aber vielleicht ja ein Anfang. Denn wie gesagt, beobachten kann man ja durch die Sonnenbrille so einiges. Und das merkt man sich dann. Und wird dadurch sicherer. Und wendet es dann an, wenns mal wieder drauf ankommt. Dann braucht man auch eh keine Sonnenbrille mehr. Echte Sicherheit ist sowieso viel cooler als jede Sonnenbrille es sein könnte. Und überhaupt, Sicherheit steht einem ganzjährig gut, auch bei Regen.
Ich weiß nicht, wie es in anderen Köpfen aussah, aber hier in meinem bin ich davon ausgegangen, das bleibt jetzt so, das mit dem schönen Wetter. Nun ja. Aus Protest behalte ich einfach meine Sonnenbrille auf. Also, wenn hier heute mehr Rechtschreibfehler drin sind als sonst vielleicht, dann liegt das daran, das ich weniger sehe ...
Aber überhaupt mal eigentlich, Sonnenbrillen sind ja seit Jahrzehnten, wenn nicht schon seit ihrem Aufkommen der Inbegriff der Coolness. Echt erstaunlich, was eine Sonnenbrille so mit einem macht. Auf geheimnisvolle Art und Weise scheint sie das Selbstbewusstsein aufzupolieren, Leute sind plötzlich gelöster, lässiger. Aber ist ja auch irgendwie klar: Man ist weniger angreifbar, ist seinem Gegenüber im Vorteil, weil eben einer der wichtigsten Körperbereiche (was die Kommunikation angeht) — das Gesicht, die Augen — nicht mehr wirklich verraten, wie man denkt, fühlt, was man wie meint. Und: Man kann beobachten, ohne selbst beobachtet zu werden. Vom Prinzip her das perfekte Hilfsmittel für schüchterne Menschen, z. B. beim Flirten. Allerdings: All das, was einen selbst sicher macht, macht andere unsicher. Laut so manchem gängigen Höflichkeitskodex ist es deshalb nicht angebracht, die Sonnebrille im Gespräch aufzulassen. Und gerade beim Flirten gehts doch vor allem darum, dass sich das begehrte Gegenüber wohlfühlt mit einem selber.
Hm. Ich fürchte also, eine Lösung ist die Sonnenbrille deswegen für schüchterne Menschen nicht. Aber vielleicht ja ein Anfang. Denn wie gesagt, beobachten kann man ja durch die Sonnenbrille so einiges. Und das merkt man sich dann. Und wird dadurch sicherer. Und wendet es dann an, wenns mal wieder drauf ankommt. Dann braucht man auch eh keine Sonnenbrille mehr. Echte Sicherheit ist sowieso viel cooler als jede Sonnenbrille es sein könnte. Und überhaupt, Sicherheit steht einem ganzjährig gut, auch bei Regen.
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